Seelische Misshandlungen

Fast alle Kinder erfahren zuhause, in Kitas und Schulen SEELENPRÜGEL, damit sind Handlungen gemeint, die das Kind zwar nicht direkt am Körper verletzen, ihm aber psychischen Schaden zufügen. Formen der seelischen Gewalt zerstören beim Kind das Vertrauen zur Bezugsperson, was die Persönlichkeitsentwicklung der betroffenen Kinder nachhaltig behindert.

Unter psychischen Misshandlungen versteht man alle Handlungen oder Unterlassungen von Eltern oder Betreuungspersonen, welche die Kinder ängstigen, überfordern oder ihnen das Gefühl vermitteln, sie seien wertlos, voller Fehler, ungeliebt, ungewollt oder lediglich dazu nütze, die Bedürfnisse eines anderen Menschen zu erfüllen.

Im Detail betrachtet ist ein Kind von seelischer Gewalt betroffen, wenn es beispielsweise ständig gedemütigt, verglichen, verspottet oder kleingemacht wird. Aber auch Gleichgültigkeit und Ignorieren des Kindes sind Formen seelischer Gewalt. Schwerwiegend sind auch Vorgehensweisen, wie das Einsperren im Keller, das Alleine-Lassen, Isolieren oder ständige Drohungen.

Weitere Formen psychischer Gewalt sind:

 

  • wenn das Kind ständig beschimpft wird

  • wenn das Kind Zeuge familiärer Gewalt wird (passiv erlebte Gewalt)

  • wenn das Kind als Tröster eingesetzt oder zum Ersatz-Gesprächspartner bei Problemen wird

  • wenn das Kind in Beziehungskonflikte der Eltern oder erwachsenen Bezugspersonen hineingezogen wird


Auch überbehütendes Verhalten ist seelische Gewalt, denn sie kann bei einem Kind zu Abhängigkeit, Unselbstständigkeit oder zu totaler Ohnmacht führen - auch damit ist die kindliche Entwicklung massiv blockiert und gefährdet.

© 2020 Stiftung Gewaltfreie Kindheit

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